Für unsere einstmals fischreichen Wildflüsse war und ist der Bau der Stauseen ein Desaster. Die Lebensräume sind zerstückelt, das landschaftsprägende Geschiebe bleibt aus, die Sohle verschlammt, kieslaichende Fische und kiesbrütende Vögel sterben aus, wertvolle Auwaldflächen versanken in den Fluten. Und das will man den Stromkunden als umweltfreundliche, ökologische Wasserkraft verkaufen? Von ästhetischen Gesichtspunkten ganz zu schweigen.

Mit Fischaufstiegshilfen allein sind die Probleme nicht gelöst.

Hier sind noch erhebliche Anstrengungen sowie der Rückbau einzelner Anlagen notwendig! 

 

Für nähere Informationen zu dem Thema empfehlen wir ihnen den Flyer "Die Wahrheit über Wasserkraft"

Herausgeber sind: der Landesfischereiverband Bayern e.V., der BUND Naturschutz in Bayern e.V., der Landesbund für Vogelschutz e.V.,

der Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. und die Arbeitsgemeinschaft bayerischer Flussallianzen.

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Flyer "Die Wahrheit über Wasserkraft"
Download vom 14. Mai 2018
Die_Wahrheit_über_Wasserkraft.pdf
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Wertachfreunde bleiben bei Kraftwerk skeptisch

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 13.Dezember 2018 von Alf Geiger 


Das Verwaltungsgericht Sigmaringen lehnte am Donnerstag die Beschwerde des BUND Naturschutz gegen ein Schachtkraftwerk bei Illertissen ab    

Aus dem Artikel "Streit um Iller-Kraftwerk" von Jens Carsten, Augsburger Allgemeine vom 16. November 2018

Die Klage gegen den Bau eines Schachtkraftwerks in einem Wehr bei Dietenheim wurde abgewiesen. Die Entscheidung des Gerichts wurde am Donnerstagvormittag veröffentlicht, eine Begründung lieferten die Richter noch nicht mit. Die Entscheidung war von vielen Menschen in der Region mit Spannung erwartet worden. Der Rechtsstreit dürfte damit aber noch nicht ausgestanden sein.

Damit kann das umstrittene Kraftwerk in einem Wehr bei Dietenheim wohl gebaut werden. Es soll die erste von insgesamt acht Anlagen in jenem Bereich werden. Bauherr Mathias Fontin aus München äußerte sich erfreut über die Entscheidung: „Wir wollen mit dem Bau selbstverständlich loslegen.“ Zunächst werde man auf die Ausführungen des Gerichts warten. Die Sichtweise der Richter habe sich schon in dem mehrstündigen Verfahren am Mittwoch angedeutet. Dabei standen die zu erwartenden Folgen durch den Bau des Kraftwerks im Vordergrund. Projektbetreiber und Kläger tauschten sich im Gerichtssaal aus. Die Atmosphäre sei „nicht gehässig“ gewesen, sagt Fontin im Gespräch mit unserer Redaktion. Was ihn störe, sei jedoch, dass die Gegner grundsätzlich falsche Behauptungen über das Schachtkraftwerks aufstellten. Es werde den für das Ökosystem als wichtig erachteten Transport von Steinen am Boden des Flusses (das sogenannte Geschiebe) nicht blockieren. „Alles wird vollständig weitertransportiert.“

Geht es nach dem Bund Naturschutz, sind die Wehre in der Iller grundsätzlich eine Gefahr für Natur – und sollten entfernt werden.


In Folge eines "Bedienfehlers" am Kraftwerk sind im Bereich von Bad Wörishofen bis Ettringen mehr als 400 Barben und Kleinfische verendet!