Neue Tafeln des Wasserwirtschaftsamt Kempten und der Flussmeisterstelle Türkheim am Radweg in der Uferstraße in Türkheim


Reaktion der Staatsregierung auf vorgesehene Änderungen für Kleinwasserkraftanlagen führt in die Irre
 

 

München, 02.05.2022 – Die jüngsten Äußerungen der bayerischen Staatsregierung, die Osterpaket-Pläne der Bundesregierung für den Ökostrom-Ausbau würden aufgrund von Kürzungen im Kleinwasserkraftsektor die bayerische Energiewende ausbremsen, führen nach Auffassung von bayerischen Naturschutzverbänden und den Kanuten in die Irre. Die energiewirtschaftliche Bedeutung der "Kleinen Wasserkraft" wird übertrieben und ihre gravierenden negativen Auswirkungen auf Gewässerökologie und Artenvielfalt ausgeblendet, betonen der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz in Bayern, der Landesfischereiverband, WWF Deutschland und der Bayerische Kanu-Verband.

Der Entwurf der Bundesregierung sieht nicht, wie teilweise suggeriert, den Wegfall der EEG-Förderung bei allen Wasserkraftanlagen mit weniger als 500 kW Leistung vor. Der Wegfall greift nur bei neuen (also ab dem 1.1.2023 in Betrieb genommene) Wasserkraftanlagen unter 500 kW Leistung sowie für Bestandsanlagen unter 500 kW, an denen ab dem 1.1.2023 Leistungserhöhungen erfolgen.
Die Knüpfung der EEG-Förderung an die Einhaltung der gewässerökologischen Anforderungen bzgl. Mindestwasserführung, Durchgängigkeit und Fischschutz entsprechend den §§ 33 bis 35 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) soll adäquat dazu ebenfalls nur für neue Wasserkraftanlagen und für neue Leistungserhöhungen ab 1.1.2023 bei Bestandsanlagen gelten.
Gemeinsame Forderungen der fünf Naturschutzverbände für die Wasserkraft Bayern:

Kein Neubau von Wasserkraftanlagen

Bestehende Wasserkraftanlagen naturverträglich umgestalten

Rückbau insbesondere von unrentablen Kleinstwasserkraftanlagen fördern

Mindestwasserleitfaden an die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie anpassen

Renaturierungs-Offensive starten: Künstliche Barrieren in den Flüssen entfernen und freie Fließstrecken schaffen

 


 

Augsburg Extra vom Mittwoch, 27.10.2021

Größter Silberschatz in Bayern, 5600 Silbermünzen in Oberhausen entdeckt

 

Augsburg

Bei Ausgrabungen im Stadtteil Oberhausen wurde der größte römische Silberschatz in Bayern entdeckt.

Er umfasst knapp 5600 Silbermünzen, sogenannte Denare, aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. und wiegt etwa 15 Kilogramm. Die Silbermünzen wurden unweit der Fundstelle des frühesten römischen Stützpunkts in Bayern im Kies eines alten Wertach-Flussbetts entdeckt. „Wir gehen davon aus, dass der Schatz im frühen 3. Jahrhundert außerhalb der Stadt Augusta Vindelicum nahe der dort verlaufenden Via Claudia vergraben und nicht wieder geborgen wurde. Das Versteck wurde viele Jahrhunderte später durch ein Wertach-Hochwasser weggespült und die Münzen damit im Flusskies verstreut“, erläutert Sebastian Gairhos, Leiter der Stadtarchäologie Augsburg.

 

Die ältesten Münzen wurden unter Kaiser Nero (54-68 n. Chr.) geprägt, die jüngsten unter Septimius Severus kurz nach 200 n. Chr. Besonders häufig sind Prägungen der Kaiser Trajan, Hadrian, Antoninus Pius und Mark Aurel vertreten. 

 

Die neuen Funde lagen in einem römerzeitlichen Flussbett der Wertach, die um 1900 begradigt worden war. Mehrere 1000 Kubikmeter Kies wurden durchsucht und förderten Waffen, Werkzeuge, Geräte, Schmuck, über 800 Münzen, Geschirr, Transportgefäße und vieles mehr zu Tage. Die geborgenen Fragmente und Artefakte mit einem Gesamtgewicht von über 400 Kilogramm stammen alle aus dem Militärstützpunkt, der im 1. Jahrzehnt vor Christi Geburt eingerichtet wurde. Die Funde sind teilweise stark korrodiert, die Konservierung, Freilegung und wissenschaftliche Bearbeitung steht noch bevor. pm

 


 

Was ist eine "Ökoberme"?

 

Ökobermen sind angelegte Strukturen an den Innenseiten eines Damms, z.B. mit Steinen, Totholz und Schwimmblattpflanzen .

In der Ökoberme finden Jungfische, Amphibien und andere Kleinlebewesen Schutz.

 

Beispiel: Bad Wörishofer Stausee


Der Auenzustandsbericht 2021 des Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt in Textform und in bundesweiten Übersichtskarten die Ergebnisse zum Verlust von Überschwemmungsflächen, zum Zustand der Flussauen und zum Stand von Renaturierungen an Flüssen vor.

Die Wertach findet sich auf den Seiten 27 bis 29 sowie Wertach vital auf Seite 35.



Unter unserem Himmel: Vom Wandel der Flüsse


Mindelheimer Zeitung vom 17.02.2020:

Am MITTWOCH, 19.02.2020 fand im Sitzungssaal des Rathauses Türkheim eine öffentliche Sitzung des Marktgemeinderates statt.
Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Aufstellung eines Gewässerentwicklungskonzeptes für den Langweidbach wurde mit 13:2 Stimmen angenommen.

 


Regisseur Pascal Rösler im Gespräch mit den Wertachfreunden

Foto: Kai Erfurt